2.2 Die Bewegungsgleichung für Geofluide
Die dreidimensionale Bewegung eines Luftpartikels relativ zur rotierenden Erde, wird durch die Bewegungsgleichung, die Grundlage bei der theoretischen Untersuchung von Leewellen ist (
Kapitel 4), beschrieben mit
Die Gesamtbeschleunigung (individuelle Beschleunigung, linker Term) eines Fluidpartikels setzt sich aus folgenden Einzelbeschleunigungen (rechte Terme) zusammen:
Druckgradientbeschleunigung
Coriolisbeschleunigung
Schwerebeschleunigung
Reibungseinfluß
Gl. 2.1 läßt sich in seine Komponenten zerlegen:
a) Horizontale Bewegungsgleichung (auf der Tangentialfläche):
Die Komponenten dieser zweidimensionalen Vektorgleichung sind gegeben durch
b) Vertikale Bewegungsgleichung:
Bei Vernachlässigung der Vertikalbeschleunigung kompensieren sich die Druckgradient -und Schwerebeschleunigung. Es stellt sich das hydrostatische Gleichgewicht ein:
Alle bisher angegeben Gleichungen verwenden die Höhe z als Vertikalkoordinate (z-System). Mit der Definition des Geopotentials läßt sich Gl. 2.6 überführen in
Diese Form der hydrostatischen Gleichung verwendet den Druck als Vertikalkoordinate (p-System). Die statische Gleichung (Gl. 2.7) ist Grundlage für die Transformation vom z -ins p-System.
Der durch die Transformation bedingte Wegfall der Zustandsgröße Alpha liefert den wesentlichen Vorteil der Druckkoordinaten gegenüber z-Koordinaten. Dieser Umstand führt zu einer Vereinfachung der horizontalen Bewegungsgleichung, sowie auch der Kontinuitätsgleichung, wobei hier aber nicht näher darauf eingegangen werden soll. (Für Detailinformationen siehe Pichler, 1997)
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