Title:

Untersuchung von Gebirgswellen durch Auswertung von Segelflug- und Radiosondendaten

Home
deutsch
  
ISBN: 344303103X   ISBN: 344303103X   ISBN: 344303103X   ISBN: 344303103X 
 
  Wir empfehlen:       
 

3.2 Merkmale und Eigenschaften orographisch induzierter Wellen

  3.2.1 Die Leebewölkung
  3.2.2 Rotoren der Leewellenströmung
  3.2.3 Brechende Wellen
  3.2.4 Zusammenhang Leewellen - Konvektion

 

Trifft eine horizontale, sich im hydrostatischen Gleichgewicht befindende Luft-strömung mit höherer Windgeschwindigkeit auf ein Hindernis und wird die Luft vertikal nach oben ausgelenkt, so wird die Luft in einer stabilen Atmosphäre in Schwingung versetzt (vgl. Kapitel 2.3.2). Aufgrund der vorherrschenden horizontalen Strömung pflanzt sich dieser Schwingungsvorgang stromabwärts fort, es entsteht ein wellenförmige Strömung.
Ensteht eine Wellenströmung im Lee einer (einzelnen) Gebirgskette, so spricht man von Leewellen (lee waves). Ein Wellensystem oberhalb eines Gebirges wird als Gebirgswelle (mountain wave) bezeichnet. Physikalisch besteht kein Unterschied zwischen einer Gebirgs -und einer Leewelle. Im weiteren wird zwischen "Leewelle" und "Gebirgswelle" nicht unterschieden, wobei beide Ausdrücke verwendet werden.

 

Abb. 3.4.:    Monatliche Häufigkeitsverteilung der Leewellen-Bewölkung in Europa,
basierend auf mehr als 100 Beobachtungen (WMO, 1978, nach Cruette).

 

Leewellen können prinzipiell zu jeder Jahreszeit auftreten. Beoabachtungen zeigen jedoch, dass Leewellen in den Alpen ein Phänomen der kalten Jahreszeit sind. Im Winterhalbjahr ist aufgrund der höheren Windgeschwindigkeiten und der generell stabilerern Schichtung die Wahrscheinlichkeit für ihr Auftreten am größten (siehe Abb. 3.4)

Abb 3.5 zeigt die typische Form der Stromlinien einer gut entwickelten Welle im Lee einer Bergkette. Dargestellt sind alle charakteristischen Wettererscheinungen, wie z. B. Lenitculariswolken, Rotorwolken, Turbulenzzonen, Staubewölkung, Föhnmauer und die föhnige Aufheiterungszone im Lee ("Föhnfenster"). Die Staubewölkung bildet sich im luvseitigen Hebungsgebiet der Bergkette. Sie wird durch die Abwärtsbewegung an der Leeseite wieder aufgelöst und sieht manchmal wie eine hohe Wolkenmauer ("Föhnmauer") oder wie ein "Wolkenwasserfall" aus. Föhnfenster und Staubewölkung sind in Abb. 5.1c (Kapitel 5.3), gut erkennbar.

 

Abb. 3.5.:    Schematische Darstellung der charakteristischen Wettererscheinung bei Leewellen. (WMO, 1978)


              HOME

              Inhaltsverzeichnis

              3.1 Die Kinematik der Leewellenströmung

              3.2.1. Die Leebewölkung
  
Hirts Stichwortbücher, Bodenkunde in Stichworten
von Winfried E. H. Blum
Siehe auch:
Scheffer / Schachtschabel: Lehrbuch der Bode...
Pflanzenernährung: Grundwissen Bachelor (Uni-Ta...
Chemie für Ahnungslose: Eine Einstieg...
Biostatistik: Eine Einführung für Biologen un...
Phytomedizin: Grundwissen Bachelor
Flora
von Deutschland und angrenzender Länder
 
   
 
     

Back to the topic site:
ScientificPublication.com/Startseite/Wissenschaft

External Links to this site are permitted without prior consent.
   
  Home  |  deutsch  |  Set bookmark  |  Send a friend a link  |  Copyright ©  |  Impressum