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Untersuchung von Gebirgswellen durch Auswertung von Segelflug- und Radiosondendaten

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6.2.5 

Einfluß des Ortes des Radiosondenaufstieges

In diesem Abschnitt soll nun besprochen werden, welche Radiosondenstationen für die Untersuchung der Atmosphäre mit dem Scorerparameter besser und welche weniger geeignet sind.
Nach Corby (1957) sollten Temps im Luv des Gebirges verwendet werden, wo die Strömung noch unbeeinflußt von Gebirgen ist. Für Südföhnlagen in den Alpen stehen im Luv die Radiosondenstationen Mailand, Bologna, Udine, Laibach und Graz zur Verfügung, wobei zum Teil Udine, sowie Laibach und vor allem Graz unter orographischen Einfluss stehen. Wie schon oben angedeutet, zeigen die Schwankungen im vertikalen Windprofil, dass auch die Stationen Mailand und Bologna eine ebenso nicht ganz ungestörte Strömung aufweisen.

Der Einfluß einer orographisch gestörten Strömung soll durch Auswertung der Radiosonden Masein, Buchs, Heiligkreuz und Diepoldsau (alle im Schweizer Rheintal) untersucht werden.
Abb. 6.10 zeigt, dass an allen vier Stationen der Wind in der mittleren Troposphäre deutlich abnimmt, wodurch ein Maximum im Vertikalprofil des Scorerparameters gegeben ist. Durch dieses Maximum wird die Forderung der Abnahme des Scorerparameters mit der Höhe nicht erfüllt, obwohl zu diesem Zeitpunkt Wellen vorhanden waren.

 

Abb. 6.10:   Vertikale Windprofile der Stationen Masein, Diepoldsau, Buchs und Heiligkreuz vom 19.9.99 18z

 

Dargestellt ist der horizontale Windvektor (nicht die kammsenkrechte Komponente). Die in der mittleren Troposphäre vorhandenen Minima der Windgeschwindigkeit sind bei allen Stationen gut erkennbar. Grund für dieses Minimum der Windgeschwindigkeit des Horizontalwindes ist das schon mehrmals erwähnte Auftreten von signifikanten Vertikalbewegungen (w > 1 m/s) aufgrund bereits vorhandener Wellen in der mittleren Troposphäre.
In Abb. 6.11 sind die Vertikalprofile des Scorerparameters der inneralpinen Stationen des Schweizer Rheintals dargestellt. Analog zu den Windminima in Abb. 6.10 sind in hier die Maxima im Scorerprofil erkennbar. Zu beachten ist der im Vergleich zu den bisher gezeigten Profilen des Scorerparameters veränderte Maßstab der Abszisse in Abb. 6.11.

 

Abb. 6.11:  
Vertikalprofil des Scorerparameters der Stationen Diepoldsau, Buchs, Heiligkreuz und Masein vom 19. 9. 99 18z (vom 20. 9. 99 waren keine auswertbaren Temps zur Verfügung)

 


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              Inhaltsverzeichnis

              6.2.4 Zeitliche und räumliche Variabilität des Scorerparameters

              6.2.6 Einfluß der Windkomponente
  
Pedogenetische Untersuchungen an Tschernosemen und Parabraunerden der Donau-Ebene Rumäniens und des nördlichen Oberrheintieflands. ( Vorderpfälzer Tiefland)
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